Standardisierung als Erfolgsfaktor: OSM basierte Systems-on-Module ebnen den Weg für moderne Embedded-Lösungen

Donnerstag, 26. Februar 2026

Verschiedene Modelle von Kontrons Systems-on-Module (OSM), einschließlich OSM-S.LM3XM Plus, OSM-S.LM3XM Mini, OSM-S.LM3V3 und OSM-S.AM62L. Die Module sind auf einem grünblauen Hintergrund angeordnet und zeigen automatisierte Montage, Löt- und Testprozesse.

Wer Embedded-Systeme entwickelt, steht ständig unter Druck: Immer komplexere Aufgaben, kurze Entwicklungszyklen, steigende Anforderungen an die Flexibilität und das bei möglichst niedrigen Kosten. Durch den modularen Aufbau und die Standardisierung nach OSM bieten Systems-on-Module (SoM) dafür entscheidende Vorteile. Doch was bedeutet das genau für Produktmanager, Systemarchitekten und Entwickler, die langfristig tragfähigen Produkte schaffen wollen?

Wir haben bei Martin Schiller, Channel Sales Manager der Kontron Electronics, nachgefragt.

Herr Schiller, warum gewinnt der OSM-Standard aktuell so rasant an Bedeutung?

Martin Schiller: Der OSM-Standard bringt endlich eine herstellerübergreifende, klare Definition für direkt auflötbare Systems-on-Module auf den Markt. Dadurch profitieren unsere Kunden von deutlich vereinfachten Entwicklungsprozessen und einer reduzierten Time-to-Market. Die kompakte Size-S-Variante, gerade mal 30 x 30 Millimeter groß, ermöglicht zudem maximale Funktionalität auf kleinster Fläche und mit 332 Pads stehen ausreichend Leitungen für unterschiedlichste Signale zur Verfügung. Das ist für viele industrielle Anwendungen mit begrenztem Platz ein enormer Vorteil.

Wie profitieren Unternehmen bei Kosten und Investitionssicherheit konkret?

Martin Schiller: Die direkte Auflötbarkeit der OSM-Module ohne teure Steckverbinder ermöglicht eine vollautomatisierte Fertigung, das spart Material- und Bestückungskosten. Da CPU, Speicher und Peripherie bereits ins SoM integriert sind, kann sich das Entwicklungsteam auf das Wesentliche fokussieren, die anwendungsspezifische Funktionalität. Zudem garantiert der offene Standard, dass die Module herstellerunabhängig ausgetauscht werden können. Damit sichern Unternehmen ihre Investitionen über viele Jahre.

Schnittstellenvielfalt und Skalierbarkeit sind aus Entwicklerperspektive entscheidend. Was hebt OSM-SoMs hier heraus?

Martin Schiller: Durch die hohe Pad-Anzahl bieten OSM-Size-S-Module umfangreiche Schnittstellen – zum Beispiel CAN, Ethernet, USB und viele mehr. Entwickler haben die Freiheit, genau das Modul mit der passenden Performance oder Peripherie zu wählen, ohne ihr gesamtes Hardware-Design neu aufsetzen zu müssen. Das erleichtert Skalierung, Weiterentwicklung und zukünftige Upgrades – in Projekten jeder Größenordnung.

ARM-Prozessorarchitektur ist im Embedded-Bereich weiterhin auf dem Vormarsch. Inwiefern profitieren die Kunden der Kontron Electronics?

Martin Schiller: ARM-basierte SoM-Lösungen stehen für herausragende Energieeffizienz, Leistungsfähigkeit und langfristige Verfügbarkeit. Zentral für industrielle Anwendungen sind außerdem Planungs- und Investitionssicherheit. Dank moderner ARM-Architektur können unsere OSM-Module flexibel auf verschiedenste Anforderungen angepasst werden. Und Software-seitig bieten wir mit KontronOS ein speziell für Industrie und Edge-Anwendungen gehärtetes, CRA-konformes Betriebssystem auf Linux-Basis.

Sie haben soeben das neue OSM-S AM62L-Modul ins Portfolio aufgenommen. Was macht dieses SoM besonders?

Martin Schiller: Das OSM-S AM62L basiert auf einem leistungsfähigen und energieeffizienten Dual-Core Arm® Cortex®-A53 Prozessor von Texas Instruments mit 1,25 GHz. Die Balance aus Performance, Sparsamkeit und attraktiver Preisgestaltung macht es spannend für viele neue Projekte. Gerade in preissensitiven, aber anspruchsvollen Umfeldern, sei es Automatisierung, Industrie 4.0 oder Edge-Computing, ist das AM62L die perfekte Lösung für individuelle Designs auf OSM-Grundlage.

Ein grünes Leiterplattenmodul mit verschiedenen integrierten Schaltungen und Bauteilen. Es zeigt mehrere Chips und Anschlüsse, die für elektronische Anwendungen verwendet werden könnten.

Und wie steht es um Cybersecurity und regulatorische Anforderungen wie den EU Cyber Resilience Act?

Martin Schiller: Cybersicherheit wird heute immer wichtiger. Unser eigenes Betriebssystem KontronOS erfüllt die Anforderungen des EU CRA und sorgt für sichere Embedded- und Edge-Lösungen. Hierauf legen unsere Industriekunden zunehmend Wert, schließlich geht es um die Erfüllung des Standards, die CE-Fähigkeit sowie den Schutz sensibler Daten und kritischer Infrastruktur. Unsere Kunden erhalten bei Kontron Electronics Hardware, Software und Dienstleistungen aus einer Hand. Dies umfasst alle Schritte von der Entwicklung über das Rapid Prototyping und die Serien-Fertigung, bis hin zum Lifecycle-Management.

Abschließend – welchen Mehrwert liefert Kontron Electronics den Kunden im OSM-Umfeld?

Martin Schiller: Unsere Kunden profitieren von einem ganzheitlichen Angebot. Angefangen bei OSM-konformen Systems-on-Module bis hin zu maßgeschneiderten Baseboards und einer umfassenden Software-Integration. Wir bringen unsere Entwicklungskompetenz gezielt ein und garantieren eine Fertigung nach höchsten Qualitätsstandards an unseren europäischen Standorten.

So begleiten wir Unternehmen zuverlässig auf dem Weg zu innovativen, wirtschaftlichen und zukunftssicheren Embedded-Lösungen. Darüber hinaus ermöglicht die enge Zusammenarbeit im Electronics² Firmenverbund, dem auch Kontron Electronics angehört, zusätzliche Vorteile durch ein starkes Netzwerk und gebündeltes Know-how.

Fazit:

Ob Kosten, Geschwindigkeit, Schnittstellen oder Zukunftssicherheit, Systems-on-Module nach OSM-Standard mit ARM-Prozessorarchitektur sind heute die erste Wahl für moderne Embedded Systeme. Wer jetzt startet, profitiert doppelt: von technologischen Vorteilen und echtem Vorsprung am Markt.

Mehr zu den OSM-Size-S-Modulen – inklusive OSM-S i.MX93, i.MX8M Plus, i.MX8M Mini und dem brandneuen OSM-S AM62L – erfahren Sie direkt bei Kontron Electronics oder Sie besuchen Kontron auf der Embedded World Messe in Nürnberg, Halle 3, Stand 159.

Wenn Sie mehr erfahren möchten, besuchen Sie uns unter https://www.kontron-electronics.com/products/som/

Ein lächelnder Mann mit Kurzhaarschnitt und Vollbart trägt ein weißes Hemd. Der Hintergrund ist unscharf in blauen und weißen Tönen.

Martin Schiller ist als Channel Sales Manager für die Vertriebspartner der Kontron Electronics GmbH tätig, einem führenden Unternehmen im Bereich Embedded Elektronik sowie Entwicklungs- und Fertigungsdienstleistungen. Zuvor war er mehr als 15 Jahre in der Embedded-Branche als Produktmanager und Field Application Engineer bei einem österreichischen Systemintegrator beschäftigt. In dieser Zeit fungierte er für sein Unternehmen als Bindeglied zur „Standardization Group für Embedded Technologies (SGET)“. Martin Schiller engagiert sich leidenschaftlich für offene Standards in der Embedded Computing Industrie und setzt sich aktiv für deren Förderung und Verbreitung ein.

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