Electronics² – Das größte Produktionsnetzwerk Europas & Top 2 im europäischen ODM/EMS Ranking

Electronics² vereint als Servicemarke die Produktionsunternehmen von Kontron, KATEK und beflex electronic. Damit positioniert sich das Netzwerk als größtes Produktionsnetzwerk für Elektronikfertigung in Europa sowie als Top 2 Anbieter im europäischen ODM/EMS-Ranking.
Doch was bedeutet das konkret für Kunden – und wie gelingt es, unterschiedlichste Anforderungen vom Start-up bis zum globalen OEM zu bedienen?
Jochen Gimple, VP ODM/EMS, gibt Einblicke.
Flexibilität und Schnelligkeit für jede Anforderung
Redaktionsteam:
Herr Gimple, unter der Servicemarke Electronics² sind die Unternehmen von Kontron zum größten Produktionsnetzwerk Europas vereint. Wie profitieren Kunden konkret von dieser Struktur?
Jochen Gimple:
Unser Netzwerk, das sich über acht europäische Länder sowie Nordamerika und Partner in Asien erstreckt, bietet unseren Kunden vor allem eines: Regionale Nähe, maßgeschneiderte Kundenlösungen, höchste Qualitätsstandards und maximale Flexibilität. Unsere Vielfalt an Produktionsstätten bietet für jede Kundenanforderung und jeden Kundenwunsch das richtige Setup. Wir schauen uns im Vorfeld sehr genau an, was der Kunde braucht und sprechen dann eine Empfehlung für den richtigen Standort aus. Am Ende entscheidet der Kunde natürlich eigenständig, wo wir produzieren, die Erfahrung zeigt aber, dass die Kunden im Regelfall unseren Empfehlungen folgen. Der Mehrwert für den Kunden ist, dass er sich für einen Partner entscheidet, der zu 100% seinen Anforderungen gerecht wird.
Globale Einkaufsteams sorgen für Resilienz
Redaktionsteam:
Wie stärken globale Einkaufsteams die Resilienz innerhalb von Electronics²?
Jochen Gimple:
Man muss mit der Begrifflichkeit Resilienz im Kontext Supply Chain vorsichtig sein. Wir alle wissen, dass es keine vollständige Absicherung gegen alle Risiken in einem vielschichtigen und komplexen Markt wie der Elektronik geben wird. Der Begriff Resilienz ist daher in dem Kontext so zu verstehen, dass wir das Möglichste tun, um die Risiken auf ein Minimum zu reduzieren. Dazu gehört bei uns die regionale Nähe, sprich wir haben Einkaufsteams in Amerika, Europa und Asien. Der nächste wesentliche Punkt ist der Kontakt zu den Herstellern direkt. Bei allen Herstellern, die über unser Global Sourcing betreut werden, haben wir einen direkten Ansprechpartner. Das hilft enorm, sollte es zu Problemen kommen. Ein wichtiges Puzzleteil ist eine ausgeklügelte Logistik, die in enger Abstimmung mit den Kunden erarbeitet wird. Zu guter Letzt bedienen auch wir uns Softwarelösungen, die uns helfen Ereignisse mit Einfluss auf die Supply Chain sehr früh zu erkennen und vor dem Markt zu reagieren. Alle Maßnahmen im Bereich Resilienz kommen unseren Kunden gleichermaßen zugute – unabhängig von ihrer Größe. Unsere Strukturen sind so aufgebaut, dass jeder Kunde davon profitiert.
Lösungen für kleine, mittlere und große Unternehmen
Redaktionsteam:
Wie schaffen Sie als großer Player den Spagat, kleine Unternehmen, Mittelständler und große OEMs gleichermaßen zu bedienen?
Jochen Gimple:
Unsere Organisation ist so aufgebaut, dass wir skalierbare und bedarfsgerechte Lösungen für alle Unternehmensgrößen anbieten können. Für uns stehen alle Kundengruppen gleichwertig im Fokus - vom Start-up über den Mittelstand bis zum globalen OEM. Alle profitieren gleichermaßen von unserem Know-how, unserer Größe und unserem internationalen Netzwerk. Als Dienstleister ist es unser Anspruch, jedem Kunden den bestmöglichen Mehrwert zu bieten, unabhängig von Volumen oder Unternehmensgröße.
Vertrauen & Marktvorteile durch Spitzenposition
Redaktionsteam:
Wie setzen Sie Ihre Marktposition strategisch ein, um Vertrauen zu stärken und entscheidende Mehrwerte für Kunden zu schaffen?
Jochen Gimple:
Die Konsolidierung in unserer Branche schreitet stark voran. Große Anbieter entstehen, weil Größe notwendig ist, um die steigenden Anforderungen der Zukunft zu erfüllen. Diese Größe ist auch für Kontron ein klarer Vorteil, ebenso wie die Vielfalt an Kompetenzen innerhalb der Gruppe. Kontron ist weit mehr als ein klassischer ODM/EMS-Anbieter. In Kundengesprächen zeigt sich immer wieder, wie wertvoll es ist, einen Partner zu haben, der ein breites Spektrum an Lösungen anbieten kann – von Cyber Resilience Act Expertise bis hin zu 5G-Kompetenz. Kontron vereint Produktion und tiefgehende technologische Expertise. Das ermöglicht Kunden eine deutlich schnellere Umsetzung ihrer Projekte. Der entscheidende Mehrwert: Ein zentraler Ansprechpartner für nahezu alle Themen rund um Embedded Electronics.
Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktor
Redaktionsteam:
Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gewinnen in der Industrie stetig an Bedeutung. Wie setzt Electronics² hier konkrete Maßnahmen um?
Jochen Gimple:
Die aktuelle geopolitische Lage hat erneut gezeigt, dass es beim Thema Energie nicht nur um Klimaschutz geht, sondern auch um Kosten und Versorgungssicherheit. Daher haben wir die effiziente Energienutzung als strategische Priorität definiert. Unser Ziel ist es, unsere Unabhängigkeit von fossilen Energien konsequent weiter auszubauen. Dabei setzen wir gezielt auf erneuerbare Energien, denn während fossile Lieferketten störanfällig sind, steht Sonnenenergie unbegrenzt zur Verfügung.
Blick in die Zukunft: Innovation „Made in Europe“
Redaktionsteam:
Wohin entwickelt sich Electronics² als führendes Produktionsnetzwerk in Europa?
Jochen Gimple:
Wir haben unser langfristiges Ziel klar vor Augen: Electronics² soll auch künftig nicht nur das größte, sondern vor allem auch ein innovationsstarkes Produktionsnetzwerk für EMS und ODM in Europa sein. Das bedeutet, dass wir uns konsequent mit den Anforderungen unserer Kunden weiterentwickeln. Dazu setzen wir gezielt auf mehrere Investitions- und Innovationsfelder. Ein wesentlicher Schwerpunkt ist die fortschreitende Digitalisierung unserer Prozesse, sowohl intern als auch im Kundendialog. Wir investieren kontinuierlich in Automatisierung, Datenanalyse und smarte Softwarelösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Ein weiterer wichtiger Innovationsbereich ist die Integration von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning. Dabei geht es nicht nur um Effizienzgewinne, sondern auch um die Weiterentwicklung von Qualitätsmanagementsystemen und die Unterstützung unserer Kunden bei der Implementierung zukunftsfähiger Produkte.
Was können die Kunden künftig erwarten?
Redaktionsteam:
Was dürfen Ihre Kunden in nächster Zeit von Electronics² erwarten?
Jochen Gimple:
Unsere Kunden können erwarten, dass wir weiterhin konsequent in Technologie, Servicequalität und nachhaltige Produktion investieren. Schnelligkeit, Flexibilität und höchste Standards in Beratung und Produktion bleiben unsere zentralen Leistungsversprechen. Unser Ziel ist es, Kunden dabei zu unterstützen, Innovationen schneller und sicherer in den Markt zu bringen – unabhängig davon, ob es sich um Start-ups, Mittelstand oder globale Konzerne handelt. Im engen Dialog entwickeln wir weiterhin maßgeschneiderte Lösungen. Das ist unser Anspruch für die kommenden Jahre.
Fazit:
Electronics² setzt als Servicemarke mit dem größten Produktionsnetzwerk Europas neue Maßstäbe in Flexibilität, Skalierbarkeit und industrieller Leistungsfähigkeit. Gleichzeitig unterstreicht das Netzwerk seine Führungsrolle durch Innovation, Nachhaltigkeit und Resilienz – und gestaltet damit aktiv die Zukunft der Elektronikfertigung in Europa.

Über Jochen Gimple, VP ODM/EMS Kontron AG
Jochen Gimple ist seit 1997 in verschiedensten Funktionen in der ODM/EMS-Branche tätig. Seit 2022 verantwortet er bei der Kontron AG weltweit den Bereich Produktion und Operations. Durch die Übernahme von KATEK hat sich Kontron zu einem internationalen Akteur in der ODM/EMS-Branche entwickelt. Das Unternehmen setzt diese erfolgreiche Entwicklung als globaler Player engagiert und konsequent fort.